Spendenaufruf des Oldenburger Vereins zur Förderung der Sozialklinik Kalamata/ Griechenland e. V.

Wir wollen Selbsthilfe unterstützen. Griechische Ärzte, Pfleger, Apotheker betreiben ehrenamtlich und selbstorganisiert Solidarkliniken und -ambulatorien. Sie behandeln Menschen kostenlos, die nicht versichert sind und keine medizinische Hilfe finden können, z. B. Migranten oder Bauern ohne Sozialversicherungsnummer. Sie helfen Menschen, die zwar versichert sind, aber Zuzahlungen oder privat zu bezahlende medizinische Versorgung nicht finanzieren können, z. B. chronisch Kranken oder Krebspatienten. Sie versorgen Bedürftige mit Medikamenten und impfen kostenlos.

 

Sozialklinik Kalamata als Teil eines Netzwerks

Die Sozialklinik wird als soziale Arztpraxis geführt, von der Patienten je nach Bedarf an über 60 verbundene niedergelassene Ärzte weiterverwiesen werden. Mit den anderen Solidarkliniken und -ambulatorien werden Medikamente ausgetauscht.

Was die Sozialklinik braucht:

- Spenden, um einkaufen zu können, was zum Betrieb der Solidarpraxis nötig ist.

- Medikamente und alle Arten von Verbrauchsmaterial wie Pflaster, Verbandsmaterial, Spritzen

Spendenkonto: IBAN: DE60 2802 0050 1302 607500

Kontakt: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Der Verein ist als gemeinnützig anerkannt. Sie erhalten Spendenbescheinigungen.

 

Webseite der Sozialklinik Kalamata: http://dikalkal.wordpress.com/foreigners/german/

 

Griechenland: Notstand im Gesundheitswesen

- Zehntausende Flüchtlinge sind unversorgt, Millionen Menschen nicht versichert.

- Zwar haben die meisten Menschen in Griechenland Anrecht auf Behandlung in staatlichen Krankenhäusern, doch das hilft oft nicht weiter: Dort herrscht an vielen Stellen Mangel. Das Gesundheitsbudget wurde im Rahmen des EU- und IWF-Spardiktates halbiert. Ärzte und Pflegekräfte wurden entlassen, Stationen geschlossen. Ein Drittel der Intensivstations-betten ist außer Betrieb.

- 18.000 Ärzte emigrierten. Heute sind zahlreiche Planstellen nicht besetzt. Viele Geräte sind veraltet, andere wurden in der Krise ver-kauft. Es fehlt an Verbrauchsmaterialien und Medikamenten.

- Viele können sich die Zuzahlung von bis zu 25 % für Medikamente nicht leisten. Impfungen fallen oft wg. Kosten aus.

Weiter Sparen auf Kosten der Grundversorgung

- Die EU verpflichtete Griechenland, bis 2060 einen Primärüberschuss zu erwirtschaften, 3,5 % bis 2022. Das ist nur möglich, wenn die Kürzungen und Steuer-erhöhungen fortbestehen.

- 24 % Mwst., ca. 35 % der Gesundheitsaufwendungen zahlen Patienten selber. 2017 gab‘s 1.721.911 Kontenpfändungen und 16.789 Zwangsversteigerungen. 2 von 3 Griechen haben Schulden beim Staat. 47 % der Bankkredite werden nicht mehr bedient, Mrd. € an Kassenbeiträgen und Stromgebühren stehen aus.

- Unter der EU-Agenda sanken die Einkommen um 38%. Eineinhalb Mio. Menschen haben weniger als 4.500 € im Jahr, über ein Drittel der Bevölkerung hat wenig mehr. Für 29 % (Eurostat) ist Heizen zu teuer. Ernährungsunsicherheit verdoppelte sich auf 14%.

- Ca. 20 % Arbeitslosigkeit, Sozialhilfe gibt es nicht.

 

Poster über die Sozialklinik Kalamata  

   
© Verein zur Förderung der Sozialklinik Kalamata/Griechenland e.V.
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