Lesung im Theater Wrede, Oldenburg, mit den Schauspielern Rainer Iwersen, Ulrike Knospe, Christian Bergmann, u. a. Shakespeare Company Bremen, und Prof. Dr. Rudolf Hickel

Die aus Varoufakis´ Buch zusammengestellten Texte machten wichtige Aspekte des Kampfes wieder lebendig, den dieses kleine Land gegen die vereinte Streitmacht der Europäischen Union, des IWF und nahezu der gesamten deutsche Presse führen musste, in dem nicht nur Griechenland unterlag. Vor allem Varoufakis hatte versucht, aus der griechischen und der europäischen Krise einen sozialen und demokratischen Ausweg zu weisen, ohne in den Institutionen auch nur Gehör zu finden.

Inzwischen hat Großbritannien der EU den Rücken gekehrt, und in Italien versucht ein Bündnis mit rechtspopulistischer Schlagseite, der Zwangsjacke der herrschenden europäisch-deutschen Agenda zu entfliehen.

Griechenlands Krise ist bei weitem nicht zu Ende, sondern wird nur anders gemanagt: Der Sparzwang unter Aufsicht bleibt bestehen bis 2060! Die Schulden müssen weiterhin in vollem Umfang zurückgezahlt werden, bei leichtem Zahlungsaufschub für die nächsten Jahre.

Und Europa? Es gibt weder eine Solidarität zwischen reicheren und ärmeren Ländern, noch eine gemeinsame Verantwortung gegenüber Geflüchteten. Es sieht so aus, als hätte die Europäische Union mit dieser Politik keine Zukunft.

Wir brauchen eine andere EU-Politik, auch gegenüber Griechenland, wir brauchen eine soziale und demokratische Perspektive für die Europäische Union! Varoufakis´ Kritik und Lösungsvorschläge sind weiterhin aktuell.

Die Veranstaltung...

... fand am Mittwoch, den 6. Februar 2019, um 19.30 Uhr im Theater Wrede, Klävemannstraße 16, Oldenburg, statt.

Trotz widriger Umstände besuchten ca. 70 Interessierte die Lesung der Varoufakis-Texte im Theater Wrede, ein großer Teil von ihnen nahm an der anschließenden Diskussion teil. Dort wurde die Bedeutung der konkreten Solidarität gegenüber dem Projekt Sozialklinik Kalamata angesichts des schwierigen Verhältnisses zwischen Griechenland, Deutschland und der EU betont.

Neben Spenden für Broschüren aus Bremen ("Griechenlands Tragödie", "Infos zu Griechenland 2015 - davor und danach") ergab die Sammlung im Publikum 253 € für die Arbeit der Sozialklinik. Mails und Kommentare nach der Veranstaltungen lobten die beeindruckende, fast schon schockierende Aussagekraft der von G. Bock und dem Schauspieler R. Iwersen zusammengestellten Passagen aus dem Varoufakis-Buch.

Kurze Zeit später...

... am 12.2.19, spendeten Zuhörer*innen eines Vortrags über die Sozialklinik Kalamata und die aktuelle Lage in Griechenland auf einer Veranstaltung der Arbeitsloseninitiative Wilhelmshaven/Friesland (Ali) 134 €, die Ali legte noch einmal 300 € drauf. Ein guter Start in das Jahr 2019 für unsere kleine Initiative!

Eindrücke von der Lesung am 6.2.19:

Gerhard Bock berichtet, wie es zur Lesung kam        

 

     

 

 

 

 

 

 

 

 

Zwangsprivatisierungen in Griechenland – welche Alternativen gibt es angesichts der EU-Politik?

Ausverkauf der öffentlichen Infrastruktur und Streichung der Daseinsvorsorge in Griechenland. Alternativen? Ein Informations- und Diskussionsabend am 25. Januar 2018, 19.30 Uhr im PFL, Peterstraße 3 , 26121 Oldenburg | Eintritt frei


Skevos Papaioannou, Soziologe, Uni Kreta, Gastprofessur in Kassel

Gregor Kritidis, Publizist und Sozialwissenschaftler aus Hannover

Jürgen Herr, Verein zur Unterstützung der Sozialklinik Kalamata

Die Privatisierung von öffentlichem Eigentum soll in Griechenland angeblich dazu beitragen, die Schulden des griechischen Staates abzutragen. Dazu wurde nach deutschem Vorbild eine Treuhand-Behörde gegründet. Die Resultate der Privatisierungen: Wenige große Unternehmen eignen sich die Filetstücke an, Teile werden abgewickelt und Defizite verbleiben bei der öffentlichen Hand. Selbst Bereiche, die wie die Wasserversorgung in Europa dem Markt weitgehend entzogen sind, kommen in Griechenland unter den Hammer. Gleichzeitig steigt die öffentliche wie private Verschuldung weiter an, während Einrichtungen der öffentlichen Versorgung unter dem Sparregime kaum noch ihre Aufgaben erfüllen können.

Welche Widersprüche, Widerstände und Konflikte mit der „Entstaatlichung“ verbunden sind, wollen wir mit Gregor Kritidis und Skevos Papaioannou diskutieren. Jürgen Herr wird von dem Projekt der Sozialklinik Kalamata berichten.

 

__________________________________________________________________

 

10. Juli 2016, 11 Uhr, Don­ner­schweer Stra­ße 55 (ALSO):

Die Sozialklinik Kalamata – Solidarität gegen Not und Hoffnungslosigkeit

Ein Bericht über die ehren­amt­li­che Sozi­al­kli­nik Kalamata/Griechenland

https://www.oldenburger-rundschau.de/2016/07/03/die-sozialklinik-kalamata-solidaritaet-gegen-not-und-hoffnungslosigkeit/

 

 

 

   
© Verein zur Förderung der Sozialklinik Kalamata/Griechenland e.V.
Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.
zur Datenschutzerklärung ich bin einverstanden Ablehnen